Die Preßnitztalbahn
vor ihrer Zeit als Museumsbahn
Von 1892 bis 1986 führte eine Schmalspurbahn von Wolkenstein aus durch das Preßnitztal nach Jöhstadt. Diese Bahn hatte für die Wirtschaft der anliegenden Orte eine große Bedeutung. So konnte sich die Bahn auf Grund des regen Güterverkehrs bis 1986 halten, obwohl sie nicht für den touristischen Erhalt vorgesehen war.
Dabei hatte die Preßnitztalbahn bei allen Eisenbahnfreunden bereits damals einen Kultstatus, waren doch hier, abgesehen von der Strecke Oschatz - Mügeln, auf der es keinen Personenverkehr mehr gab, die letzten IV K- Dampflokomotiven im Regeldienst zu erleben. Auch aus touristischen Gesichtspunkten wäre ein Erhalt sinnvoll gewesen. Der Rückbau der Bahn hatte letztlich mehr gekostet als für eine Rekonstruktion aller Anlagen notwendig gewesen wäre.
Durch die Interessengemeinschaft Preßnitztalbahn e.V. wurde ein Teil der Strecke wieder aufgebaut. Seit August 2000 fahren die Züge nun wieder zwischen Jöhstadt und Steinbach. Einige markante Gebäude haben den Abbau in den achtziger Jahren überlebt. Was wäre die Preßnitztalbahn ohne das Wasserhaus in Steinbach! Auch das Bahnhofsgebäude und der Lokschuppen in Jöhstadt sowie das Stationsgebäude in Schmalzgrube blieben erhalten und werden heute wieder genutzt. EinigeGebäude hatten nach der Stillegung jedoch einen erbärmlichen Zustand.
 Foto: Slg. M. Hengst |
 Foto: M. Hengst |
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Das linke Foto zeigt den Bahnhof Steinbach im Jahr 1976. Da war die Welt für die Preßnitztalbahn noch in Ordnung. Von baldiger Stillegung war noch nichts zu spüren und so machten auch die Anlagen noch einen gepflegten Eindruck. Einige Jahre später, 1983 (Bild rechts), zeichnete sich das Ende bereits ab. Entsprechend sahen auch die Anlagen aus.
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Foto: Slg. M. Hengst |
 Foto: Slg. M. Hengst |
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Diese beiden Motive stehen den Fotografen heute nicht mehr zur Verfügung. In Wolkenstein und in Niederschmiedeberg liegen keine Schmalspurgleise mehr. Auch die Lok 99 606 hat die sächsischen Schmalspurgleise verlassen und ist heute im Verkehrsmuseum in Nürnberg zu besichtigen.
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 Foto: M. Hengst |
 Foto: M. Hengst |
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Während in Wolkenstein (Bild links) heute keine Schmalspurgleise mehr liegen, könnte das Bild rechts heute wieder nachgestellt werden. Auf dem Foto, welches 1980 entstand, hatte 99 590 bereits ihre Nummernschilder verloren - die Lok wurde kurze Zeit später ausgemustert und diente in Leipzig einige Jahre als Denkmallok. Heute sind alle drei Lokomotiven noch, oder wie 99 590 wieder, betriebsfähig - 99 582 in Schönheide, 99 561 in Mügeln und 99 590 in Jöhstadt.
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 Foto: Slg. M. Hengst |
 Foto: H. Finzel, Slg. M. Hengst |
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Im Bild links ist 99 606 mit einem Zug aus Wolkenstein in Jöhstadt angekommen. Das Foto stammt aus dem Jahr 1976. Damals versperrte noch kein Neubaublock die Sicht über das Bahnhofsgelände.
Das Bild rechts zeigt 99 597 in Jöhstadt vor dem Lokschuppen. Die Jahreszahlen an den Wasserkästen waren anläßlich des 75. Jahrestages der Streckeneröffnung angebracht. Bei dieser Lok handelt es sich um eine Altbau-IVK, das bedeutet, diese Lok ist nicht mehr rekonstruiert, einge Jahre später ausgemustert und verschrottet worden.
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