Konrad Koschinski:Schmalspur-Paradies SachsenEisenbahn-Journal Special 2/2011, 92 A4-Seiten, broschiert, Heftklammerung, ca. 140, fast ausschließlich farbige Fotos, Verlagsgruppe Bahn Fürstenfeldbruck 2011, ISBN: 978-3-89610-351-2, Preis: 12.50 EUREin Rundumschlag über die Geschichte der sächsischen Schmalspurbahnen und die noch vorhandenen Linien auf 92 Seiten – kann das etwas „Gutes“ sein? Mit großer Freude konstatiert der Rezensent: Ja, da liegt seit Herbst 2011 aus der Verlagsgruppe Bahn etwas richtiges Feines vor. Nach einer kurzweiligen Zusammenfassung der Geschichte der Schmalspurbahnen und ihrer Lokomotiven folgen kompetente Beschreibungen der noch bzw. wieder vorhandenen Linien. Dabei findet der Leser sowohl Streckenskizzen als auch vielfältige Angaben in praktischer Stichpunktform – so Anreisetips, eine Kurzchronik sowie einen Überblick über den jeweiligen Fahrzeugpark. Mehr Servicequalität in eine Broschüre geht nicht! Je ein dickes Kompliment verdienen Andreas Ritz in Bayern für die Bildauswahl und Konrad Koschinski in Berlin für die Texte. Ersterem ist es gelungen, wunderbare und teils bisher unveröffentlichte Motive und Fotos zusammenzustellen, so von IV K Nr. 163 in Serbien und von V36 4801 im Rabenauer Grund, aber auch herrliche Impressionen aus der heutigen Zeit, z. B. aus Freital-Hainsberg oder Oschatz. Garant für gute Aufnahmen war dabei vor allem Michael Sperl, der bis zum Sommer 2011 beim Preß’-Kurier als Korrekturleser geholfen hatte. Auf einen ebenso guten Mann scheint auch Konrad Koschinski zurückgegriffen zu haben, denn in seine Texte haben sich kaum Fehler eingeschlichen. Im Gegenteil, der Rezensent freute sich sehr darüber, wie viele potentiell falsch dargestellte Zusammenhänge und Details von ihm perfekt beschrieben worden sind! Lediglich der Mär von der „Rekonstruktion“ ist leider auch er aufgesessen (z. B. S. 27). Bitte verinnerlichen: Für Schmalspurfahrzeuge der DR gab es kein Rekonstruktionsgramm – weder für Loks noch für Wagen. Zur Rolle der V36K: Erst nachdem sich deren Nichtverwendbarkeit abzeichnete, wurde 1962 die Generalreparatur und Großteilerneuerung von IV K, VI K etc. notwendig und gestartet. Fazit: Vertrieb: z. B. über IG Preßnitztalbahn e. V. |