Museumsbahn SchönheideHauptuntersuchung V10C 199 051 Einfahrsignal Schönheide Neues Kombiticket – Mit Bus und Bahn durchs Bürstenland Am Wochenende 12./13. Juni wird anläßlich des 4. WCd-Festivals erstmals ein „Großdiesel“ auf der Museumsbahn zwischen Schönheide-Mitte und Stützengrün zum Einsatz kommen. Eine Lok der Baureihe L45H der Sächsischen Dampfeisenbahngesellschaft mbH wird dann zur Verstärkung des Triebfahrzeugparks auf der Strecke im Einsatz sein. IG Weißeritztalbahn e.V.Im 1435-/750-mm Spurwechselteil des Bahnhofes Freital-Hainsberg, als Anschlußbahn an die DB Netz AG angebunden, war am 17. April der Verein Eisenbahnmuseum Bayerischer Bahnhof zu Leipzig e. V. mit seiner 52 8154 zu Gast. Die Waggons des Sonderzuges hatte man auf einem der beiden Hauptgleise des Hainsberger Güterbahnhofs unter der Regie des Fahrdienstleiters der Betriebszentrale Leipzig abgestellt. Die 52 rangierte vor der Rollgrube und setzte sich an die Schmalspurtransportwagen – als würde die Zeit stehen geblieben sein und der nächste Transport zur WA Perleberg zur Abfahrt bereitstehen. Wer verzichtet schon gern auf Werbung an originellen Plätzen – die Enthusiasten vom Preßnitz- und Weißeritztal jedenfalls nicht: Im großen Festumzug des 40. Dresdner Dixielandfestival jazzten am 16. Mai die „Hotspurs“ im SDG-Aussichtswagen der Weißeritztalbahn im Schienenersatzverkehr auf dem „Pressnitztalbahn-Sattel“ lautstark durch die Straßen von Elbflorenz. Die „Wanne“ – wie der Cabriowaggon scherzhaft genannt wird – war Stunden später bereits wieder auf der Schiene gen Dippoldiswalde unterwegs. Die Begeisterung des Tages wird live auch auf der HK zu erleben sein: Erstmals dampft nach Sonderfahrplan am 12. Juni ein total ausgebuchter Dixielandsonderzug nach Dipps´ und retour. Die Radebeuler „BlueWonderJazzband“ wird von der Mitte des Zuges aus für heiße Rhythmen sorgen – und das nicht nur von einem offenen Wagen aus. Möge es an diesem Tage nur Feuchtes in Gläsern geben! Instandhaltungsarbeiten zwischen Obercarsdorf und Schmiedeberg Apropos - da ist noch etwas: Noch immer kann sich die regionale Politik nicht zum Weiterbau bis Kipsdorf durchringen! Weder der Verkehrsverbund Oberelbe noch der neue Groß-Landkreis lassen Taten sprechen. So wird auch das 2. Schmalspurfestival am 17./18. Juli ohne Aussicht auf einen „Spatenstich“ verstreichen. Zittauer SchmalspurbahnenDer im Bestand der Sächsisch Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft (SOEG) befindliche „Reko“-Sitzwagen 970-616 hat nach einer äußerlichen Auffrischung einen neuen Verwendungszweck gefunden: Der Personenwagen dient nun einem Busunternehmer in der Abstellgruppe am Oybiner Wasserhaus als Reisebüro. Der Interessenverband der Zittauer Schmalspurbahnen e.V. hat Ende 2009 den Kasten des Sitzwagens 970-379 in Bertsdorf zerlegt, da sich sein Zustand in den vergangenen Jahren immer mehr verschlechtert hatte. Alle noch verwendbaren Teile wurden eingelagert. Der Rahmen blieb erhalten – er kann erworben werden.
Gebaut worden war der Vierachser 1913 in Bautzen. Bis bis zur Einstellung des Reiseverkehrs 1967 war er auf der Linie Hetzdorf – Eppendorf im Einsatz. Anschließend blieb sein Kasten bei der Fa. Fischer am Bahnhof in Hetzdorf erhalten, von wo ihn der Interessenverband 1998 barg. Waldeisenbahn MuskauDie beiden vierachsigen Güterwagen 07-024 und 07-025 deutschen Ursprungs kamen am 24. April erstmals bei der Waldeisenbahn Muskau in einem Zugverband zum Einsatz. An diesem Tag führte die Waldeisenbahn die interne Probefahrt durch, um eventuelle Mängel abzustellen, bevor der Landesbevollmächtigte für Bahnaufsicht die Wagen auf ihre Einsatztauglichkeit begutachtet und die Betriebsgenehmigung erteilte. Die Fahrt führte von der Teichstraße in Weißwasser zum Übergabebahnhof der Tongrube Mühlrose. Beide Wagen befinden sich in Privateigentum und waren zuletzt bei der Jarotschiner Kreisbahn (Polen) im Fahrzeugbestand. Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V. – PolloVom 9. bis zum 16. Mai veranstaltete der Verein „Prignitzer Kleinbahnmuseum Lindenberg e.V.“ bereits zum neunten Mal die beliebten Dampftage auf der 750-mm-Strecke zwischen Mesendorf und Lindenberg im Nordwesten Brandenburgs. Wie in den vergangenen Jahren wurde dieses Ereignis in den Tagen rund um „Christi Himmelfahrt“ zelebriert, wobei der Freitag zwischen Himmelfahrt und dem darauffolgenden Wochenende traditionell den Fotogüterzügen auf der Strecke vorbehalten war. Dabei kam in diesem Jahr kein Triebfahrzeug aus Sachsen zum Einsatz, in den vergangenen Jahren hatten sich mehrere IV K sowie die 99 4511-4 ein Stelldichein gegeben. Mit der auf der Insel Rügen bei der RüBB beheimateten Lok „Aquarius C“ der EBB Pressnitztalbahn mbH (bis zum 14. Mai 2009 im Eigentum von Walter Seidensticker, siehe PK 108 3/2009) kam zum zweiten Mal – nach 99 1401’’ (Lok 20) der Mansfelder Bergwerksbahn im Jahr 2004 – eine Schlepptenderlok vor den Zügen zum Einsatz. Die 71 Jahre alte Lok kann dabei wahrlich auf einen interessanten Lebenslauf verweisen, kam die als Heeresfeldbahnlok des TypsHF191 gelieferte Maschine doch schon in viele Gegenden Europas. Im Vorfeld der Veranstaltung fand diese Lokauswahl unter den Eisenbahnfreunden nicht unbedingt nur Begeisterung, würde die Lok doch aufgrund ihrer dunkelblauen Farbgebung nicht in die Prignitz passen. Doch allen Unkenrufen zum Trotz fand die Lok ihre Liebhaber. Sie ist auch das leistungsstärkste Triebfahrzeug, das auf der Museumsbahnstrecke bisher jemals zum Einsatz gekommen ist. Den Vereinsfreunden ist es in diesem Jahr erneut gelungen, für Besucher, Einheimische und auch viele Eisenbahnfreunde ein interessantes Programm auf die Beine zu stellen, das leider durch teils unangenehmste Witterung nicht gerade ideale Bedingungen fand. An sechs Tagen mit den öffentlichen Dampf-Wochenenden 8./9. und 15./16. Mai, dem 13. Mai „Himmelfahrt mit Dampf“ und dem 14. Mai „Dampf-Güterzugtag“ konnte der Verein ebenfalls wieder auf eine breite Unterstützung bauen. Während die Press/RüBB das Personal für die Lok stellte, kamen im Betriebsdienst auch Aktive anderer Vereine zum Einsatz. Als besonderer Höhepunkt eines Ausflugs in die Prignitz bietet sich auch immer ein Besuch des Kleinbahnmuseums in Lindenberg an, in dem die Geschichte der Prignitzer Kleinbahnen sowie in verschiedenen Modellbahnanlagen zudem Details der regelspurigen Prignitzer Kreisbahn dargestellt sind. Auf der Festwiese des zentralen Lindenberger Platzes dreht die Kleinbahnmuseumfeldbahn ihre Runden.
Gerade weil die Möglichkeiten der Pollo-Eisenbahner sicher nicht mit denen anderer Vereine vergleichbar sind, ist das Engagement um so höher zu bewerten. Ein Besuch bei der Prignitzer Museumsbahn ist immer zu den Betriebstagen jeweils am ersten Wochenende des Monats bis einschließlich Oktober zu empfehlen. Eisenbahnfest bei der Ferienlandeisenbahn CrispendorfDie Akkulokomotive EA 44-01 – auf den Namen „Crispi“ getauft – wird dieses Jahr 35 Jahre jung. Die Lok wurde im Jahr 1975 für die Pioniereisenbahn Gera gebaut und war ursprünglich eine Grubenlokomotive des Typs EL 61. Für die steigungsreiche Strecke im Geraer Tierpark war die „Möhre“ – wie die Lok in Gera hieß – allerdings nicht geeignet und wurde nach wenigen Jahren durch Diesellokomotiven ersetzt. Um 1980 herum kam die Lokomotive in das damalige Betriebsferienlager der SDAG Wismut in Crispendorf. In dem Pionierlager im Wisentatal waren in der Spitze bis zu 1000 Kinder und 200 Betreuer in Zelten und Bettenhäusern untergebracht. Fast täglich fuhr die Lok mit der Betriebsnummer „EA 44-01“ zahlreiche Runden für die Kinder des Ferienlagers. Mit der Wende kam auch das Aus für die Eisenbahn. Erst im Jahre 1999 wurde die Bahn durch den neuen Betreiber des Ferienlagers und Familien aus Gera wieder zum Leben erweckt. Seither fährt „Crispi“ wieder durch das Wisentatal. Seit 2004 teilt sich „Crispi“ das Fahrgeschäft mit ihrer Schwesterlok EA 22-01 „Maja“. Der Geburtstag vom „Crispi“ soll am 24. Juli von 14 Uhr bis 24 Uhr und am 25. Juli von 10 Uhr bis 18 Uhr gebührend gefeiert werden. Hierzu wird auch die Dampflokomotive von der Rittersgrüner Parkbahn erwartet, welche zusammen mit der Jubilarin „Crispi“ und ihrer Schwesterlok „Maja“ die Züge über den 2,1 km langen Rundkurs ziehen wird. Zum ersten Mal wird damit eine Dampflok im Wisentatal ihre Runden drehen. Für die großen und kleinen Gäste wird es entlang des Schienenstranges die verschiedensten Attraktionen geben. Auf dem Festplatz am Bahnhof Festwiese der Bahn wird zudem noch mit Spiel und Spaßangeboten sowie einem gastronomischen Gaumenfreuden aufgewartet. An beiden Tagen jeweils um 13.30 Uhr wird eine Fahrzeugparade stattfinden. Am Samstagabend wird das Wisentatal besonders ausgeleuchtet und die Ferienlandeisenbahn zu Lichterfahrten unterwegs sein.
In der Woche vor dem Eisenbahnfest findet das traditionelle Ferienlager der Dresdner Parkei-senbahner im Ferienland Crispendorf statt. Die Parkeisenbahner unterstützen den Erhalt der Ferienlandeisenbahn und werden bis zu 100 Schwellen der Eisenbahn wechseln. Die Lokomotiven und Wagen werden dabei ebenso gewartet und kleinere Schäden repariert. Natürlich wird auch die Freizeit der Kinder und Jugendlichen nicht zu kurz kommen. Es stehen Ausflüge in die Umgebung, Nachtwanderungen und vieles mehr auf dem Programm. Weitere Informationen im Netz unter: www.ferienlandeisenbahn.de FeldabahnSie war die erste auf dem Gebiet der späteren DDR eröffnete Schmalspurbahn – die meterspurige Feldabahn im Süden Thüringens. Ab 1879 verband sie zunächst (Bad) Salzungen mit Vacha, 1880 ging auch der knapp 30 km lange Streckenast von Dorndorf nach Kaltennordheim in Betrieb. Nachdem die im Tal der Werra liegende Strecke nach Vacha bereits 1906 auf 1435 mm umgebaut worden war, begann aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens 1928 auch die Umspurung der namensgebenden Feldabahn. Nach 54 Jahren verkehrte dort schließlich 1934 der letzte Schmalspurzug nach Kaltennordheim. Nach dem Ende der DDR brachen die Beförderungsleistungen auf der regelspurigen Feldabahn zusammen. Am 31. Dezember 1994 endete offiziell der Güterverkehr nach Kaltennordheim, der Personenverkehr wenig später am 31. Mai 1997. In den Folgejahren befuhren noch mehrere meist mit Dampfloks bespannte Sonderzüge die Feldabahn (letztmalig 2002), bevor sie am 31. August 2003 endgültig stillgelegt wurde. Zwischen Weilar und Kaltennordheim ist die Strecke inzwischen entwidmet, die Gleise sind seit 2008 entfernt. Auf dem 11,5 km langen Abschnitt zwischen Dorndorf und Weilar liegen hingegen noch die Schienen – ein Versuch, dort ein Draisinenprojekt zu etablieren, scheiterte. Nun ist die Feldbahnbetriebsgesellschaft mbH aus Thüringen vor wenigen Wochen mit einem neuen Projekt an die Öffentlichkeit getreten: der Wiederbelebung des Abschnittes Dorndorf – Weilar als meterspurige Museumsbahn. Vorausgegangen waren dem Gespräche mit allen anliegenden Kommunen (Dorndorf, Dietlas, Stadtlengsfeld), aber auch mit der Interessenvereinigung Verkehrsgeschichte mittleres Werratal e.V. Als Hauptansprechpartner für das neue Projekt agiert Peter Erk, Inhaber der Feldbahnbetriebsgesellschaft im Schortetal bei Ilmenau. Er will neben der 600-mm-Anlage am Besucherbergwerk „Volle Rose“ in Ilmenau auch die neue 1000-mm-Museumsbahn in der Rhön betreiben. Sie soll auf der Trasse der Regelspurstrecke entstehen, womit sie nicht auf allen Abschnitten mit der originalen Feldabahn von 1880 übereinstimmt. Weit vorangeschritten ist bereits die Beschaffung von Fahrzeugen. Bisher wurden etwa 40 Güter- und Reisezugwagen bzw. deren Kästen erworben. Darunter befinden sich ehemalige Waggons der Franzburger Kreisbahnen, u. a. die Kästen des Weyerwagens 900-404 sowie einiger Gw. Aber auch aus westdeutschen Regionen haben die Eisenbahnfreunde Wagenkästen erworben, so den des im Preß´-Kurier 63 auf Seite 31 vorgestellten ehemals zweiachsigen Sitzwagens Cdl 9300 (Mannheim 1904) der Pfälzer bzw. Walhallabahn, der zuletzt am Bahnhof Selb Stadt von einem Schrotthändler genutzt wurde. Der Großteil der erhaltenen Wagen, die einst auf thüringischem Gebiet gelaufen sind, befindet sich heute bei der IG Hirzbergbahn e.V. (IGHB) in Georgenthal, darunter auch drei von der Feldabahn stammende. Ein Verkauf dieser Fahrzeuge in die Rhön sei nicht beabsichtigt, informierten die dortigen Eisenbahnfreunde in der Lokalpresse. Vorstellbar wäre hingegen eine Vermietung, da der Verein kurzfristig voraussichtlich über keine eigenen meterspurigen Gleisanlagen verfügen wird. Im Feldatal sollen hingegen im nächsten Jahr die ersten neuen Meter mit 1000 mm Spurweite befahrbar sein.
Der Betriebsmittelpunkt der neuen Feldabahn ist übrigens auf dem Gelände des ehemaligen Bergwerksmaschinenwerks in Dietlas geplant. Dort wäre genügend Platz, um Loks und Wagen abzustellen und zu warten. Entsprechende Einrichtungen hierfür müssen jedoch noch geschaffen werden. Über die schon vorhandenen Fahrzeuge wird in den nächsten Ausgaben des PK berichtet. SpreewaldbahnIm Spreewald nehmen die Initiativen zum Erhalt der letzten vor Ort gebliebenen Fahrzeuge der einstigen meterspurigen Schmalspurbahn zu. So haben von Ende Mai bis Mitte Juni zehn Schüler aus dem Landkreis Dahme-Spreewald und zehn aus dem polnischen Kreis Wollstein (Wolsztyn) den im Jahr 1996 vor dem ehemaligen Bahnhof Goyatz der Spreewaldbahn aufgestellten Gepäckwagen 904-002 restauriert. Die Arbeiten an dem Vierachser fanden im Rahmen eines vom Europaverein Dahme-Spreewald e.V. organisierten EU-Projektes statt. Nach dem Abschleifen des Kastens wurde der Aufbau grundiert und anschließend mit dem historisch korrekten Reichsbahn-Grünton (chromoxydgrün, RAL 6020) neu lackiert. Im Inneren entfernten die Schüler nach Ausmusterung des Wagens (1970) aufgebrachte Farbschichten und erneuerten den darunter befindlichen originalen eisengrauen Anstrich (RAL 7011). Außerdem fanden wichtige Erhaltungsarbeiten am Dach statt, so daß der 1953 aus Sachsen in den Spreewald umgesetzte Wagen in den nächsten Jahren im Freien aufgestellt bleiben kann. Den Abschluß der Restaurierung stellte das Beschriften des Kastens im Stil des 1958 von der DR eingeführten Schemas dar. Dazu nutzten die Schüler von einem Mitglied der IG Wagen in Sachsen angefertigte Schablonen. Dadurch wurden sowohl die originale Schrifttype als auch die korrekte Schriftgröße verwendet. Als zweiter Schritt ist nun vorgesehen, im Inneren des Waggons eine kleine Ausstellung zur Geschichte der Spreewaldbahn einzurichten. Solche Angaben befinden sich in kleinerem Umfang derzeit bereits am ehemaligen Empfangsgebäude der Gemeinde, das als Sitz der örtlichen Tourist-Information genutzt wird. In seiner jetzigen Form ist der Gepäckwagen übrigens erst 1952/53 im Raw Karl-Marx-Stadt entstanden. Auf seinem Rahmen befanden sich seit Indienststellung bereits zwei andere Aufbauten. Gebaut wurde das ursprüngliche Fahrzeug 1904 in den Eigenen Werkstätten der K.Sächs.Sts.E.B. in Chemnitz als offener Güterwagen für die meterspurige Schmalspurbahn von Reichenbach unterer Bahnhof nach Oberheinsdorf. Die erste Betriebsnummer des OOw (Gattung 868) lautete 4587M. Für die Aufnahme des Reiseverkehrs auf der „Rollbockbahn“ wurde der OOw 1910 zu einem vierachsigen Sitzwagen 3. Klasse umgebaut (Gattung 852). Die K.Sächs.Sts.E.B. führten ihn als solchen unter der Nummer 1004M. Die DRG zeichnete den Reisezugwagen 1927 zum Dresden M10001 um, die DR teilte ihm 1950 die Nummer 10.101 zu – im gleichen Jahr brannte der Wagenkasten des Vierachsers jedoch ab. Nach längerer Abstellzeit kam er 1952 ins Raw Karl-Marx-Stadt, welches ihn für den Einsatz auf der Spreewaldbahn zum Gepäckwagen umbaute. Der dort ab 1953 in Goyatz beheimatete Waggon erhielt 1958 die neue Betriebsnummer 904-002, mit welcher er 1970 nach Einstellung der Spreewaldbahn ausgemustert wurde. Seinen Kasten nutzte anschließend das Bw Cottbus als Lagerraum, bis der Wagen mit Drehgestellen aus der Schweiz 1996 in Goyatz vor dem Bahnhof aufgestellt wurde. Nach dem Vorbild der „Dampfbahn-Route Sachsen“ bereitet der Europaverein Dahme-Spreewald e.V. nun vor, mehrere an die Spreewaldbahn erinnernde Punkte zu verbinden und gemeinsam zu vermarkten. Neben dem Bahnhof Burg (Spreewald) mit seinen vielen originalen Fahrzeugen soll dabei auch der ehemalige Bahnhof Straupitz berücksichtigt werden. Hier hat sich die Interessengemeinschaft Spreewaldbahn nach einem Formfehler beim ersten Anlauf 2009 im Februar 2010 neu gegründet und steht kurz vor der Eintragung ins Vereinsregister. Die Mitglieder haben Anfang des Jahres den Kasten des ehemals zweiachsigen Sitzwagens 901-214 (Gotha 1928) erworben und in den vergangenen Monaten innerhalb mehrerer Arbeitseinsätze auf den Transport von Pretschen nach Strauptiz vorbereitet – (siehe Foto Seite 29). Dort befindet sich bereits der Kasten des Schwesterwagens 901-213, welcher aber in den fünfziger Jahren von der DR modernisiert worden war. Der Bau eines neuen Gebäudes für die Dampflok 99 5703 sowie den kombinierten Sitz-/Gepäckwagen 903-201 in Lübbenau ist indes immer umstrittener, da unter dem Putz eines vermeintlich wertlosen Gebäudes, welches für einen Museumsneubau abgerissen werden sollte, ein historisches Fachwerkhaus zum Vorschein gekommen ist. Beide viele Jahre im Schlosspark Lübbenau ausgestellten originalen Spreewaldbahn-Fahrzeuge sind derzeit öffentlich unzugänglich auf einem Firmengelände in Lübbenau hinterstellt. Der Preß´-Kurier wird über die weiteren Schritte berichten. Anläßlich des diesjährigen Johannismarktes in Straupitz stellt sich übrigens die IG Spreewaldbahn am Samstag, den 19. Juni, auf dem Gelände am Bahnhof Straupitz der Öffentlichkeit vor. Dann ist Gelegenheit, mit den Mitgliedern des Vereins ins Gespräch zu kommen. Der Eintritt ist frei. Traditionsverein KJI e.V.Am Wochenende 29./30. Mai feierte der Traditionsverein KJI e.V. in Magdeburgerforth sein 9. Bahnhofsfest. Dabei präsentierte er nicht nur die seit März dieses Jahres neu gelegten und eingeschotterten 750-mm-Gleisanlagen, sondern auch die beiden Diesellokomotiven Kö 6101 (V10C) und Kö 6102 (Ns3). Beide pendelten auf den in der Summe etwa 200 m langen Gleisanlagen zwischen Lokschuppen und Empfangsgebäude hin und her, teils mit dem noch nicht ganz fertigen GGw 97-11-18 (ex Mügeln) und zum Einschottern genutzten Kipploren. Die Aufarbeitung der V10C muß allerdings weiter fortgesetzt werden, u. a. fehlt noch die Zug- und Stoßvorrichtung an der Lok. Auf dem Bahnhofsgelände waren Ende Mai außerdem natürlich wieder die Garten- und die Feldbahn unterwegs. Außerdem konnten viele Besucher erstmals auch die Kästen von 970-812 und 974-501 (beide von der Insel Rügen zurückgekehrt) in Magdeburgerforth besichtigen.
In den nächsten Monaten soll der Gleisbau schrittweise fortgesetzt werden.
Die Vereinsmitglieder treffen sich übrigens am 12.07., 10.08., 14.09. und 12.10.2010 zum Stammtisch in Magdeburgerforth – neue Mitstreiter sind dann, wie auch zu den Arbeitseinsätzen, jederzeit gern gesehen. FHWE Schönheide SüdDie als Dauerleihgabe des Sächsischen Schmalspurbahn-Museums Rittersgrün e.V. dem FHWE zur Verfügung gestellte Diesellok vom Typ V10C (LKM 1962/250311) hat nach Vorbild der einst von der Bürstenfabrik Stützengrün genutzten Schwesterlok eine dunkelblaue Lackierung und Beschriftung als Werklok erhalten. Ähnlich sah die zuletzt bis 1997 vom Koalinwerk Kemmlitz genutzt Lok bis 1987 auch als Werklok des VEB dkk in Niederschmiedeberg, aus. Die originale V10C der Bürstenfabrik gelangte über das Kaolinwerk in Kemmlitz (dort Lok 7) zur IG Preßnitztalbahn e.V. Sie wird heute mit blauer PRESS-Lackierung als 199 008-4 geführt. Eisenbahnfreunde Chemnitztal e. V.Am Karfreitag, Punkt 10 Uhr, startete die wiedererstandene Chemnitztalbahn in ihre vierte Betriebssaison. Gezogen von Zweiwegetraktor „Paul“ zuckelten während der Ostertage rund 800 Besucher auf dem Draisinewagen von Markersdorf-Taura nach Neuschweizerthal. Während der Fahrt erzählte der Zugbegleiter allerhand wissenswerte Daten und Fakten rund um die 1,5 km lange Museumsstrecke. So entdecken die Fahrgäste u. a. den Aussichtsfelsen, die Bärenhöhle, den Hockstein und die Strudeltöpfe. Über die vollständig genietete Chemnitzbrücke erreichte das urtümliche Gefährt schließlich den Endpunkt Neuschweizertal. Hier luden die Eisenbahnfreunde alle Kinder zur Ostereier-Suche auf der nahe gelegenen Chemnitzwiese ein. Keiner der 250 kleinen Fahrgäste ging leer aus. 2010 wird der Draisinezug noch öfter auf Strecke sein. Auch der Zwischen-Haltepunkt Amselgrund wird zunehmend genutzt, denn er befindet sich am Abstieg des 900 m langen Naturlehrpfades Markersdorf. Seit dem Frühjahr ist der Museumsbahnhof auch regelmäßiger Zielpunkt von geführten Radwanderungen. Das aktuelle Programm für das jeweils nächste Fahrtwochenende ist stets unter www.chemnitztalbahn.de abrufbar. Zum Saisonauftakt zog die original königlich-sächsische Dreiecks-Nasenuhr am Empfangsgebäude von Markersdorf-Taura die Blicke auf sich. Der um 1910 gebaute 100 kg schwere Zeitmesser ist im letzten Winter nach umfassender Aufarbeitung wieder an seinen Stammplatz zurückgekehrt. Neun Jahre lang hatte manch Anwohner die alte Uhr vermißt, nachdem sie die DB nach der Betriebseinstellung abmontiert hatte [siehe PK 85 (4/2005), S. 26].
Am 15. März begann auch die lange geplante Straßenbaumaßnahme am ehemaligen Chemnitzer Bahnhofskopf. Mit Begradigung der Bundesstraße B 107 wird die bekannte Markersdorfer „Bahnnase“ abgetragen und die originale Stahlbeton-Straßenbrücke von 1900 restlos beseitigt. In diesem Zusammenhang entsteht bis Juni 2011 das erste Teilstück „Chemnitztalradweg“ auf der früheren Bahntrasse. Parkeisenbahn Berlin-WuhlheideAm 28. April kam die Diesellokomotive 199 102 von der FWN Fahrzeugwerk Niedersachswerfen GmbH zurück. Die Lok weilte seit dem 12. August 2009 dort, um die für eine Hauptuntersuchung notwendigen Arbeiten ausführen zu lassen. Während dieser Zeit befand sich das Getriebe der 1971 fabrikneu an die damalige Pioniereisenbahn Berlin gelieferte Lok des Typs V10C beim Getriebebau Nossen. Dort erhielt es nach jahrelangem Einsatz erstmals eine gründliche Instandsetzung. Am Fahrwerk der 199 102 wurden vor allem Arbeiten am Triebwerk wie die Neuprofilierung der Radreifen bzw. der Austausch eines Radreifens, eine Instandsetzung der Stangenlager und der Einbau einer Spurkranzschmierung durchgeführt. Aber auch Einstellarbeiten am Motor wurden vorgenommen. Am 25. Mai erfolgten dann auf dem Gelände der Parkeisenbahn Wuhlheide die letzten Einstellarbeiten durch beide beteiligte Firmen, in den nächsten Tagen soll die Abnahme durch die zuständige Aufsichtsbehörde in Berlin, der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, erfolgen. Inzwischen auf die Gleise der Parkeisenbahn Wuhlheide zurückgekehrt ist auch der Wagen 6014. Der offene Güterwagen wurde in den letzten Monaten bei der Firma movego GmbH in Hamburg aufgearbeitet. Der aus Polen stammende Wagen des Typs OOw wurde 1993 von der Jarotschiner Kreisbahn übernommen und wartete seitdem auf seine Aufarbeitung. Die movego GmbH ist in der Handwerksrolle der Handwerkskammer Hamburg eingetragen und beschäftigt sich u. a. mit der Qualifizierung von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen. Der Wagen 6014 wird als Nebenfahrzeug für innerbetriebliche Transporte zur Verfügung stehen. Bisher wurde bei Bedarf der offene Personenwagen 6303 in einen Güterwagen umgebaut – dieses ist nun nicht mehr notwendig. Harzer SchmalspurbahnenBei den Schmalspurbahnen im Harz ist seit dem 24. April der Sommerfahrplan gültig. Zur Steigerung der Attraktivität der Selketalbahn hat die HSB entschieden, ab diesem Jahr von der Einsatzstelle Gernrode aus an den Wochentagen Donnerstag, Freitag und Sonnabend wieder zwei Dampfumläufe fahren zu lassen. Erstmalig seit über zehn Jahren wird damit auch der Streckenabschnitt Stiege – Eisfelder Talmühle somit wieder mit planmäßigen Dampfzügen befahren, und es gibt in Eisfelder Talmühle (wenn die Züge pünktlich sind) eine Doppelausfahrt zu sehen. Rein rechnerisch fahren damit im Jahr aber noch nicht mehr Dampfzüge, diese werden nur anders verteilt. In der nachfragearmen Zeit im November und März wird es künftig nur Triebwagen im Selketal zu erleben geben. Der Brocken wird planmäßig von der doppelten Anzahl Züge als im Winter angefahren. Allein in den ersten Monaten des Jahres gab es auf dieser Strecke schon eine Steigerung an Sonderzügen zu registrieren. Die Mallet 99 5906 ist inzwischen aus dem DLW Meiningen zurück. Nach Informationen von HSB-Personalen hat es bei der Inbetriebnahme aber einige Anlaufschwierigkeiten gegeben. Wie zuvor bei der 99 5901 waren Nacharbeiten erforderlich.
Der zweiachsige Fahrradwagen 905-157 ist in Betrieb gegangen und wird in den Planzügen von Gernrode aus eingesetzt. Zum Erstaunen der HSB-Betriebsleitung gab es auch beim regnerischen Wetter der letzten Monate kaum Züge, bei denen Fahrradfahrer diesen Wagen nicht nutzten, obwohl immer auch ein Gepäckwagen im Zug zur Verfügung stand. Die 99 6001 hatte am 27. Mai nahe des Haltepunktes Birkenmoor mit ihrem Personenzug einen Zusammenstoß mit dem Anhänger eines Holtransporters. Personenschaden gab es zum Glück nicht. An der Lok entstand Sachschaden, jedoch konnte der Zug die Fahrt nach Aufnahme des Unfalls fortsetzen. Der Triebwagen 187 015 befindet sich zur Reparatur eines Unfallschadens beim „Molli“. Aufgrund der großen Belastung der eigenen Werkstatt sowie einer damit gewährleisteten besseren Abrechenbarkeit der Leistung gegenüber der Versicherung wurde der Auftrag an die Ostseeküste vergeben. In den letzten Monaten hat die HSB insgesamt 22 Reisezugwagen nach einer fälligen Fahrzeuguntersuchung mit einer neuen Farbgebung versehen. Bei 14 Wagen wurde auch eine Veränderung im Wageninneren vorgenommen, um mehr Fahrgästen Platz zu bieten, was insbesondere auf der Brockenstrecke dringend erforderlich ist. Durch den Wegfall der Toiletten finden nun bis zu sechs Reisende mehr Platz in den Wagen. Trotz dieser toilettenfreien Wagen wird es künftig in jedem Zug weiterhin einige Wagen mit Toiletten geben.
Der Güterverkehr mit den inzwischen bekannten Rollbockzügen zwischen Nordhausen und dem Steinbruch Unterberg ist in diesem Jahr noch nicht wieder angelaufen, genaue Gründe sind dafür aber nicht bekannt. Pünktlich zum Fahrplanwechsel ist im Stadtgebiet von Nordhausen ein weiterer Haltepunkt eröffnet worden: Nordhausen Schurzfell. Wagenecke
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