VSE-NachrichtenErfolgreiche Entwicklung des Vereins fortgesetztDer bevorstehende Jahreswechsel ist wieder einmal Grund genug, auf das zurückliegende Jahr zurückzublicken. Ein weiteres Jahr beharrlicher Arbeit liegt hinter den Vereinsmitgliedern und ihren Familien sowie den beim Verein Beschäftigten. Große Ziele sind erreicht. So hat der VSE am Jahresanfang den langersehnten Kaufvertrag über das Stellwerk 3 unterzeichnet und ein umfangreiches Fahrtenprogramm zur Freude vieler Fahrgäste gut und vor allem unfallfrei gemeistert. Gemeinsam mit den Partnern wurde das Produkt „Erzgebirgische Aussichtsbahn“ ausgebaut und am Ende der dritten Fahrtsaison begrüßten die Träger gemeinsam mit dem VSE den 15 000. Fahrgast. Allerdings wollen über das Jahr auch viele kleine Instand- und Werterhaltungsarbeiten ausgeführt werden. Hier gilt zu bedenken, daß das Museum täglich geöffnet ist und natürlich immer wieder neu für seine Besucher herausputzt werden muß. Nicht wenige Gäste loben den sauberen und ordentlichen Zustand des Museums und seines Umfeldes. Viele Fahrgäste des Museumszuges zollen bereits beim Einstieg am Morgen Lob und sind vom Erfolg des Fahrttages überzeugt. Diese Erfolge können jedoch kein Ruhekissen für die Vereinsmitglieder sein, diesen Zustand gilt es täglich aufs Neue zu erarbeiten. Weitere große Aufgaben stehen vor allen Mitgliedern und erfordern auch in Zukunft den ganzen Einsatz. Nach der letzten Fahrt in diesem Jahr rollt der Speisewagen in eine Fachwerkstatt zur fälligen Hauptuntersuchung, nach dem erneuten Schaden an der Dampflok 50 3616-5 muß diese ebenfalls im ersten Halbjahr in einer Fachwerkstatt repariert werden. Zurückgehende Gelder für Arbeitsersatzmaßnahmen lassen deren baldigen Wegfall erwarten. Die entstehenden personellen Lücken gilt es zu füllen, teils mit zusätzlicher Vereinsarbeit an den Wochenenden, aber einige Wünsche werden vorläufig auch zurückstehen müssen. Zusammenfassend kann jedoch festgestellt werden, daß der Verein auf einer soliden Grundlage steht und diese weiter ausgebaut hat. Vielleicht finden noch mehr Vereinsmitglieder die Zeit, einmal aktiv mit anzufassen. Der Verein hat für jeden etwas zu tun! In diesem Sinne bedankt sich der Vorstand bei allen Vereinsmitgliedern, Helfern, Freunden und Förderern unseres Vereins sowie deren Familien für die geleistete Arbeit und Unterstützung und wünscht eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das kommende Jahr! Anläßlich der Begrüßung von Julia Weißflog als 15 000. Fahrgast der EAB nahm sie im Kreise ihrer Familie sowie der Schwarzenberger Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer und Lutz Mehlhorn von der Erzgebirgsbahn Aufstellung vor den historischen Triebwagen der EAB. 15 000. Fahrgast auf EABAm 8. und 9. Oktober gingen die historischen Triebwagen der Erzgebirgischen Aussichtsbahn (EAB) in diesem Jahr zum letzten Mal auf die Reise. Das regnerische Wetter am Sonnabend konnte die Fahrgäste kaum abhalten, obwohl die Gipfel des Erzgebirges sich wolkenverhangen präsentierten. Mit einer wunderbar klaren Sicht wurden dann die Ausflügler am Sonntag entschädigt. Der überwiegende Sonnenschein unterstützte den Eindruck vom goldenen Oktober im Erzgebirge nach besten Kräften und lockte nochmals viele Reiselustige in die Züge. Insgesamt 966 Fahrgäste nutzten an den beiden Tagen dieses touristische Angebot. Eine große Überraschung gab es am Sonntag vor Abfahrt des ersten Zuges für die zehnjährige Julia Weißflog aus Beierfeld. Sie wurde als 15 000. Fahrgast der Erzgebirgischen Aussichtsbahn seit Beginn der Fahrten im Jahre 2009 begrüßt. Ihre Familie wollte schon seit längerem gemeinsam mit den beiden Kindern vom Markersbacher Viadukt über die Heimat schauen. Eine Bahnfahrt bietet sich dazu jederzeit an, kann doch aus dem Zug heraus die ganze Familie die Ausblicke auf die Natur in aller Ruhe genießen und dabei ein Stück Heimat entdecken. Dazu gab es von den Großeltern die EAB-Familientageskarte als Geschenk. Im Namen der Organisatoren überreichte der Sprecher der Erzgebirgsbahn, Lutz Mehlhorn, ein Werbepräsent. Vom VSE gab es für die Geschwister einen Schlüsselanhänger in Gestalt einer Dampflok. Der hochprozentige Begrüßungsschluck der Stadt Schwarzenberg, überreicht durch die Oberbürgermeisterin Heidrun Hiemer, ging dann jedoch an die Eltern. Ebenfalls mit einem kleinen Geschenk bedankte sich Lutz Mehlhorn bei Petra Peter, die seit 2011 in den Zügen als touristische Reisebegleiterin tätig ist. Zur Freude der Anliegerorte binden viele Fahrgäste die Fahrt in ein Wander- bzw. Ausflugsprogramm ein. Nicht selten steht am Beginn oder Ende ein Bummel durch den jeweiligen Ort verbunden mit einem Museums- und Gaststättenbesuch auf dem Reiseplan. Zahlreiche Gäste waren an diesem Wochenende vom unteren Bahnhof Annaberg-Buchholz zum Frohnauer Hammer unterwegs. Die von Anfang an sehr hohe Akzeptanz des Angebotes Erzgebirgische Aussichtsbahn machte den Organisatoren auch für das kommende Jahr die Entscheidung leicht – die EAB geht weiterhin zwischen Annaberg-Buchholz und Schwarzenberg auf die Reise. An folgenden Tagen heißt es wieder „Bitte steigen Sie ein!“: 5./6. Mai, 2./3. Juni, 7./8. Juli, 18./19. August und 8./9. September. Zum großen Finale am 6. und 7. Oktober kommt der VSE-Museumszug mit Dampflok zum Einsatz. Sonderfahrt nach KulmbachSchnellzugdampf nach Kulmbach – das war doch mal was anderes und ein gutes Angebot für 130 Reisewillige, die den VSE-Zug am 23. Oktober 2011 bevölkerten. Von Schwarzenberg bis Aue beförderte die Diesellok 112 565-7 der PRESS GmbH den Zug. Geplant war ursprünglich der Einsatz von 106 992-1 des VSE, aber aufgrund der kühlen Witterungsbedingungen organisierten die Fahrzeugverantwortlichen kurzfristig den Loktausch. Die V60 kam bei Güterzugleistungen zwischen Schwarzenberg und Cranzahl zum Einsatz, so daß die V100 den VSE-Zug vorheizen konnte. In Aue gab es den ersehnten Lokwechsel auf 01 0509-8 der PRESS, und dann ging es in rasanter Fahrt über Zwickau, Reichenbach und Hof dem Ziel Kulmbach entgegen. Die Zuggarnitur paßte sehr schön mit der Lok zusammen, und das herrliche Wetter hatte unzählige Fotografen an die Strecke gelockt. Wenn jeder dieser „Nebenherreisenden“ nur fünf Euro gegeben hätte, wäre zum Schluß auch finanziell ein noch besseres Ergebnis erreichbar gewesen. Denn die Durchführung solch einer Fahrt erfordert mehr Mittel als die einfachen „Kirchturmtouren“, und nur die für Mitfahrt und Versorgung zahlenden Gäste sind für den Veranstalter maßgebend. Für schöne Fotos gibt es weder Trassenpreisermäßigung noch Stationsgebührenbefreiung – da paßt schon die Bundesnetzagentur auf! Aber zurück zur Fahrt: Nach Ankunft in Kulmbach stand erst einmal ein Fußweg zum Besuch der Brauerei auf dem Programm, einschließlich Besichtigung und Einnahme eines voluminösen Mittagessens. Mit dem Zug wurde eine Zwischentour für die Einheimischen nach Neuenmarkt-Wirsberg angeboten, im Fahrpreis war der Besuch des Deutschen Dampflokomotiv-Museums mit inbegriffen. Die Lok fuhr dort zum Wassernehmen und zur Durchsicht, natürlich wieder umlagert von Fotografen. Für die VSE-Besatzung gab es hier eine Ruhepause vom anstrengenden Tagesgeschäft. Dann folgte nach dem Drehen der Lok die Rückfahrt nach Kulmbach. Dort füllte sich der Zug zügig mit den Stammfahrgästen. Auf der Rücktour konnte die 01.5 nun zeigen, wie sie die Steigungen, vor allem die „Schiefe Ebene“, bewältigt. Mit beachtlichen Abdampfschlägen und zügigem Tempo wurde die Rampe genommen. Bei Kaffee und Kuchen oder auch mit einem Fiedler-Pils in der Hand konnte man die Fahrt durch den sonnigen Herbst genießen. Unterwegs wurden auch „Fremd“-Fahrgäste befördert, z. B. ein Student, der von Plauen nach Reichenbach wollte und kein Problem damit hatte, das zeitigere Ankommen und den außergewöhnlichen Dampfzug mit einem Extra-Obolus zu honorieren.
Die Zufriedenheit der Fahrgäste ließ sich auch am Inhalt der Spendenlaterne ablesen, den die Vereinsmitglieder zum Schluß in Schwarzenberg mit Freude registrierten.
Alles in allem war es eine für das Personal von Lok und Zug anstrengende, aber auch zufriedenstellende Fahrt mit dem Dampf-Eilzug des VSE. Und – die dankbaren Gesten der Fahrgäste beim Aussteigen entschädigten doch auch sehr für die Mühen. Hochbetrieb auf BSg-LinieZiemlich unbemerkt von der Öffentlichkeit (außer den gewöhnlich gut informierten Eisenbahnfotografen) fand am 25. Oktober 2011 ein reger Zugbetrieb auf der Linie Buchholz – Schwarzenberg statt. Der Sonderzug eines Reisebüros aus Linz am Rhein war mit alten Bundesbahn-Triebwagen unterwegs. Begleitet von streckenkundigen Eisenbahnern des VSE ging die Fahrt zunächst von Zwickau nach Schwarzenberg. In Aue gab es die ersten Höhepunkte: Die Begegnung mit den Triebwagen der Erzgebirgischen Aussichtsbahn, die gerade auf der Rückfahrt von Schwarzenberg nach Adorf unterwegs waren. Diese Fahrzeuge sind das Pedant der Deutschen Reichsbahn der DDR zu den vergleichbaren Triebwagen in Westdeutschland. Außerdem stand dort noch die ölgefeuerte Schnellzugdampflok der Baureihe 01.5 der PRESS, die am Sonntag den VSE-Sonderzug nach Kulmbach befördert hatte. Weiter ging es zum ersten Ziel, dem Eisenbahnmuseum Schwarzenberg. Hier schloß sich eine spezielle Führung an, die die 88 Fahrgäste mit der Geschichte der Region und der Fahrzeugsammlung des VSE bekannt machte. In der Zwischenzeit wurde die Triebwageneinheit vom VSE-Kollegen zum Tanken nach Aue gelotst. Nach Besuch des Souvenirshops hieß es zügig einsteigen, denn der Fahrplan in Richtung Annaberg war eng gestrickt. Da die alten Bundesbahntriebwagen nicht wie die „Ferkel-Taxis“ der Aussichtsbahn modernisiert sind, verfügen sie über keine Beschallungsanlage, dafür dominieren im Fahrgastraum die Motorengeräusche. Dennoch konnte ein Großteil der Fahrgäste mit den notwendigen Informationen über Strecke und Landschaft versorgt werden. Erwartungsgemäß waren die Reisenden aus den Altbundesländern, der Schweiz und Frankreich von der Streckenführung und Aussicht auf das Erzgebirge begeistert. In Schlettau gab es dann noch einmal eine Begegnung Bundesbahn und Reichsbahn: Die Diesellok 106 992-1 des VSE hatte im Auftrag der PRESS einen Leergüterzug von Cranzahl nach Aue bespannt, der hier mit dem Sonderzug kreuzte. Diese besondere Gelegenheit zum Fotografieren nahmen die Fahrgäste gern an. Nach Ankunft des Sonderzuges in Annaberg-Buchholz Süd war die Aufgabe des VSE-Personals beendet, beim Abschied nahm man gern den Dank und die Zusage der Gäste an, einmal mit etwas mehr Zeitreserven wiederzukommen. Feierabend war aber noch lange nicht, die Eisenbahnfreunde mußten noch zurück nach Schwarzenberg, um die Ankunft eines Schneepfluges zu erwarten. Hierzu war mit Erzgebirgsbahn, PRESS und VSE vereinbart worden, die Überführung des Fahrzeuges von Aue ins Eisenbahnmuseum an den vorausgegangenen Zugdienst mit „anzuhängen“. Damit konnte man Kapazitäten (und Kosten) sparen. Der Schneepflug stand zur planmäßigen Jahresuntersuchung in Vorbereitung des zu erwartenden Winters an. Diese sollte vom vierten Partner im Bunde, einer DB-Werkstatt aus Zwickau, in der bestens ausgestatteten Werkstatt des Schwarzenberger Eisenbahnmuseum ausgeführt werden. Weitere Messeauftritte im Monat NovemberZu einer guten und wichtigen Tradition gehören die Messeauftritte des VSE. Bereits im Frühjahr lud der Regionalverkehr Erzgebirge zur Reisemesse am 12. November 2011 nach Zschopau ein. Ein Kontakt, der übrigens während einer Mitfahrt in der Erzgebirgischen Aussichtsbahn geknüpft wurde. Die Vereinsfreunde Olaf Gläser – die „Fahrkartenagentur für die VSE-Sonderfahrten“ – sowie der Ansprechpartner für die Erzgebirgische Aussichtsbahn, Hans-Peter Doering, vermittelten in zahllosen Kundengesprächen Wissenswertes und Interessantes über den VSE, sein Eisenbahnmuseum und alle Aktivitäten. In den Gesprächen wurde einmal mehr deutlich, daß die Angebote bereits eine große Bekanntheit besitzen. Jedoch ist nichts so gut, daß es nicht noch besser werden kann. So freuen sich die Vereinsvertreter über das Lob und die auch manchmal geäußerte Kritik, denn nur so können die Angebote weiter verbessert werden. Erfreulich ist, wie viele Besucher bereits einmal im Eisenbahnmuseum waren, mit einem VSE-Sonderzug in die Ferne gereist sind oder auch „nur“ mit der EAB um die sprichwörtliche Kirchturmspitze gefahren sind. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Stadt Schwarzenberg stellte sich der Verein auch in diesem Jahr auf der Touristik & Caravaning International in Leipzig vor. Am großen Messestand vom Ferienland Westerzgebirge war der VSE gemeinsam mit der Stadtinformation Schwarzenberg vertreten. Als Höhepunkt konnte Hans-Peter Doering auf der Bühne mehrere Fahrkarten für die EAB 2012 verlosen und dabei die Werbetrommel rühren. Am letzten Tag der Messe vertrat Thomas Krauß nochmals den VSE und – krankheitsbedingt – sogar die Mitarbeiterin der Stadtinfo Schwarzenberg. Am 26. und 27. November hatte der Verein Straßenbahnmuseum Dresden e. V. in sein frisch saniertes Museum zur Adventsöffnung eingeladen. Die Dresdner Verkehrsbetriebe AG verstehen sich durchaus als Unternehmen mit Geschichte, bewahren diese aktiv und sehen ihren historischen Fahrzeugpark als beste Eigenwerbung an. In dieser Hinsicht unterstützen sich Betrieb und Museumsverein gegenseitig. Erfreulich, wie viele kleine und große Dresdner und Gäste vom neuen Museum Besitz ergriffen haben. Rundfahrten mit historischen Hecht- und Tatra-Zügen sowie einem Ikarus 66 waren stets gut ausgelastet. Der VSE hat beide Tage natürlich gerne genutzt, um über sich zu informieren und mit den Gästen ins Gespräch zu kommen. Der VSE-Infostand unterwegs
Arbeitsergebnisse im MuldentalObwohl der Schienentrabi seit fast drei Monaten Winterschlaf hält, hat die Arbeitsgruppe alle Hände voll zu tun. Bei dem schönen Herbstwetter haben mehrere Vereinsmitglieder intensiv an der Streckenerweiterung bis zur Göhrener Brücke gearbeitet. An mehreren Sonnabenden befreiten sie einen Kilometer der künftigen Fahrtstrecke vom Bewuchs. Die langjährige Nutzung durch den Verein hat an den Fahrzeugen ebenfalls Spuren hinterlassen, und so ist die Winterpause willkommene Gelegenheit für Wartung und Reparaturen. Spendenaktion „Keine Reise ohne Speise“Nach dem letzten Einsatz am 10. Dezember wird der Speisewagen baldmöglichst in die Werkstatt Zwickau der Deutschen Bahn AG überführt. Dort beginnen dann die Arbeiten zur Hauptuntersuchung. Das Konzept für die Untersuchung nach §32 EBO mit den Hauptarbeiten Rahmen, Drehgestelle, Bremse, Zug-, Stoßeinrichtung, Elektrik und Türen wurde zwischen Werkstatt und dem VSE abgestimmt. Die Spendenaktion hat einen Teil der zu erwartenden Kosten aufgefangen und den Vereinshaushalt damit wesentlich entlastet.
Ende November wies das Spendenkonto einen Stand von 13 762,21 EUR aus. |