Zitmap.gif Zittau, km 0,0 / 252m ü NN
Ausgangspunkt unseres Bahnausfluges ist der Bahnhof Zittau. Um zum Bahnhof der Schmalspurbahn zu gelangen, muß man das Bahnhofsgebäude verlassen. Der Schmalspurbahnhof ist dem Normalspurbahnhof südlich vorgelagert. Damit die Züge vom Schmalspur-Bw zum Bahnsteig gelangen, müssen sie quer über den Bahnhofsvorplatz fahren. Schon hier erkennt man, warum die Zittauer Schmalspurbahn auch "Bimmelbahn" genannt wird. Nun aber rasch eingestiegen, und ab geht es Richtung Zittauer Gebirge. Schon nach wenigen Metern wird die Normalspurstrecke nach Liberec (Reichenberg) niveaugleich gekreuzt. Weiter geht es der ersten Station

Zittau-Haltepunkt, km 1,1 / 246m ü NN
entgegen. Unmittelbar hinter dem Haltepunkt wird die B 99 überquert. Bald fährt der Zug unter dem großen Neißeviadukt hindurch. Es hat eine Länge von 745 Metern, hat 39 Bögen und ist 16 Meter hoch. Über dieses Viadukt, das bereits in Polen endet, fahren die Züge nach Liberec. An Gärten und einer Plattenbausiedlung vorbei, erreicht der Zug nun

Zittau-Süd, km 2,6 / 232m ü NN.
Bis zur Übernahme der Bahn durch die SOEG fanden hier regelmäßig Zugkreuzungen statt und der Bahnhof war mit einem Fahrdienstleiter besetzt. Auf Grund der Nähe zu den Neubaugebieten und zum Stadtzentrum, herrscht hier immer reger Passagierwechsel. Dieser Bahnhof ist auch gleichzeitg der tiefstgelegene Haltepunkt der Bahn. Nachdem der Zug die Mandau überquert und wenig später die Stadt verlassen hat, kommen nun die Berge des Zittauer Gebirges in Sicht. Nach einer scharfen Linkskurve ist der Bahnhof

Zittau-Vorstadt, km 4,3 / 243m ü NN
erreicht. Dieser Bahnhof erschließt den südlichen Stadtteil von Zittau und hatte für die Bahn einmal eine große Bedeutung. Das für einen Unterwegshalt stattliche Empfangsgebäude deutet noch heute darauf hin. Von hier aus war die Strecke ab 1913 bis nach Oybin zweigleisig! Das gab es in ganz Deutschland nur noch auf der Insel Borkum. Es gab mehrere Bahnsteige, die durch Tunnel miteinander verbunden waren. Auch wenn die nicht mehr benötigten Bahnsteige längst verschwunden sind, die Tunnel sind noch da und so läßt sich die größe des Bahnhofes erahnen. Auch im Güterverkehr hatte der Bahnhof durch einige Gleisanschlüsse größere Bedeutung. Noch nicht alle Gleisanlagen sind abgebaut, der Bahnhof wird heute betrieblich aber nur noch als Haltepunkt genutzt.

zittau vorstadt

Blick auf den Bahnhof
Zittau-Vorstadt
Olbersdorf-Niederdorf, km 5,6 / 266m ü NN
ist schon viele Jahre nur noch Haltepunkt ohne weitere Gleisanlagen und dient nur noch dem Passagierwechsel. Auf der Fahrt nach

Olbersdorf-Oberdorf, km 7,3 / 284m ü NN
wird auf einem Stahlviadukt die Dorfstraße überfahren. Dieser Bahnhof hatte bis vor einigen Jahren noch Bedeutung im Güterverkehr so daß es hier noch regen Betrieb gab. Ein nutzbares Überholungsgleis ist noch vorhanden. Von hier aus kann man das Volksbad Olbersdorf gut zu Fuß erreichen. Auf der Weiterfahrt muß der Zug nun die stärkste Steigung von 1:27 überwinden, bevor er den Bahnhof

Bertsdorf, km 8,9 / 336m üNN
erreicht. Dieser Bahnhof ist heute der größte und betrieblich interessanteste Bahnhof der gesamten Strecke. Hier war früher auch Sitz des Bahnverwalters. Weil die Gemeinde Olbersdorf sich damals weigerte den Trennungsbahnhof auf ihrem Territorium bauen zu lassen, mußte dieser außerhalb dea Ortes gebaut werden und erhielt den Namen Bertsdorf. Der Ort Bertsdorf liegt einige Kilometer von Bahnhof entfernt. Hier zweigt die Strecke nach Jonsdorf ab. Es gibt mehrere Bahnsteige und auch einen Lokschuppen. Hier trafen sich öfters drei Züge. In Richtung Oybin und Jonsdorf gab es dabei täglich mehrere Doppelausfahrten. Nachdem diese nach Übernahme der Bahn durch die SOEG wegfielen, hat man inwischen erkannt, daß auch diese Doppelausfahrten zum Reiz dieser Bahn gehörten und hat in den Fahrplan wieder Doppelausfahrten eingearbeitet. Im Lokschuppen ist der bekannteVT 137 322 abgestellt. Das Fahrzeug wird demnächst wieder aufgearbeitet und soll durch den Interessenverband der Zittauer Schmalspurbahnen auch wieder eingesetzt werden. Auf diesem Bahnhof gibt es unzählige interessante Fotomotive, so daß ein Aufenthalt hier eigentlich obligatorisch sein sollte.
Zunächst fahren wir weiter nach Oybin. Der Zug verläßt den Bahnhof Bertsdorf in einer großen Linkskurve und erreicht alsbald den Haltepunkt

Oybin-Niederdorf, km 10,0 / 347m üNN.
Dieser Haltepunkt eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Wanderungen, da er direkt am Waldrand liegt. Nachdem der Zug nun den letzten kleinen Anstieg überwunden hat, gelangt er ins Goldbachtal und fährt vorbei an der Bedarfshaltestelle "Teufelsmühle" seinem Ziel

Kurort Oybin, km 12,2 / 389m ü NN
entgegen. Hier gibt es heute nur noch ein zweites Gleis zum Umsetzen, jedoch läßt die Weiträumigkeit des Bahnhofsgeländes erahnen, wie bedeutend dieser Bahnhof einmal war. Im alten Güterboden befindet sich heute ein kleines Museum, welches vom Interessenverband der Zittauer Schmalspurbahnen e.V. betrieben wird. Außerdem stehen im Freigelände des Bahnhofes auch einige historische Wagen, die noch der Aufarbeitung harren.
Von Oybin aus kann man in ca. einer Stunde nach Jonsdorf, dem Ende des anderen Streckenastes wandern. Ebenfalls empfehlenswert ist eine Wanderung von Oybin aus zurück zum Bahnhof Bertsdorf entlang der Bahnlinie. Es gibt dort unzählige Fotomotive.

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Museum des Interessenverbandes der Zittauer Schmalspurbahnen
Von Bertsdorf in Richtung Jonsdorf fahrend, verläßt der Zug den Bahnhof in einer engen Rechtskurve, die in einer Steigung liegt und unterfährt die Sraße nach Jonsdorf. Die Straßenbrücke ist ein hervorragender Fotostandort! Weiter geht es nun durch Wald und stetig bergauf

Kurort Jonsdorf-Haltestelle, km 11,0 / 402m ü NN
entgegen. Auch dieser Haltepunkt ist Ausgangspunkt für schöne Wanderungen. Nun schlängelt sich die Strecke am Hang des Jonsberges entlang um den Bahnhof

Kurort Jonsdorf, km 12,8 / 451m ü NN
zu erreichen. Dieser Bahnhof ist zugleich der höchste Punkt der Bahn. Auch hier gibt es nur ein zweites Gleis zum Umsetzen der Lok. Der Bahnhof hat aber ein stattliches Empfangsgebäude.




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